Blog der Präsidentin

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19.06.2020

„Leichte Sorgen lassen sich aussprechen, schwere machen stumm.“

(Lucius Annaeus Seneca)

Nun, kurz vor Ende der Präsidentschaft, scheint es angeraten zurück zu blicken und Résumé zu ziehen.


Was, im Rückblick betrachtet, unter idealen Bedingungen begonnen und umgesetzt werden konnte, die langfristigen Projekte und die kleinen Erfolge – wenn Soforthilfe dort anlangt, wo sie dringend benötigt wird –, die Feiern im Club und das soroptimistische Zusammensein mit den Clubschwestern, hat leider völlig unerwartet Anfang März ein abruptes Ende gefunden.


Die Corona-Krise hat uns unvermittelt aus der Routine gerissen: das Clubleben auf SMS, Mail und Telefon reduziert, Gesichtsmasken wurden das prägende Bild des Alltags! Ich habe meine Clubschwestern sehr bewundert, wie gelassen sie diese Situation in ihr Leben integrierten und dabei doch die Sorge und Fürsorge umeinander nie aus den Augen verloren haben.


Wenn Österreich nun auch langsam wieder zur Normalität zurückzukehren scheint, so ist doch unser Clubleben nachhaltig davon betroffen: unser Benefizkonzert musste verschoben werden und ob der Herbsttermin zu halten sein wird, entscheidet sich in den nächsten Monaten. Und auch unser jährlicher Weihnachtsbasar ist derzeit nicht als gesichert anzusehen. Langfristige Planung, Budgetierung der Projekte, Strukturierung des Clubjahres sind kaum möglich – dennoch blicken wir voll Zuversicht und Entschlossenheit auf die kommenden Monate und schöpfen Kraft aus der Freundschaft, die uns verbindet.


Es ist viel geschehen in diesen knapp zwei Jahren; unser privates, aber auch unser Club-Leben hat sich gravierender verändert, als wir es bis vor kurzem zu denken gewagt hätten. Und die Not von Frauen und Mädchen, die dringend unserer Hilfe zur Entwicklung besserer Lebensstandards bedürfen, denen wir uns in unserer Clubarbeit verpflichtet fühlen, ist größer denn je. Medizinische Unterversorgung und körperliche wie seelische Gewalt sind derzeit sicher die drängendsten Probleme, aber wir dürfen nicht darauf vergessen, dass es auf Dauer gesehen nur Bildung ermöglichen wird, dass Frauen und Mädchen auch in solchen Krisenzeiten bestehen und überleben können. Um auf mein Motto von Seneca zurückzukommen: Geben wir Frauen eine Stimme, lassen wir sie nicht verstummen!



 

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Foto©Soroptimist-3751.jpg
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19.03.2019

Blog der Präsidentin

meine Gedanken und Ziele

Dr. Elfriede Wiltschnigg : „Education“ und „Women’s Empowerment“ – meine Ziele für die Zeit meiner Präsidentschaft 2018 – 2020

 

Vor 100 Jahren war es Frauen in Österreich zum ersten Mal möglich an einer Wahl teilzunehmen und selbst gewählt zu werden. Jahrzehntelang hatten sie dafür gekämpft, hatten sogar über politische Gesinnungen hinweg gemeinsam auf das große Ziel hingearbeitet. Und das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Über 80 Prozent der wahlberechtigten Frauen nützten die Chance ihre Stimme abzugeben und dadurch an der politischen und gesellschaftlichen Gestaltung Österreichs mitzuwirken. Es war nur möglich, weil das Engagement der Frauen, die sich österreich- und europaweit für die Gleichberechtigung ihrer Schwestern einsetzten, so groß geworden war, dass die österreichische Regierung dem Druck nicht länger Stand halten konnte.

 

Heuer, in diesem „Gedenkjahr“ der Österreicherinnen, sollte dieser große Erfolg, den die engagierten Feministinnen 1918 errungen hatten, uns Soroptimistinnen dazu inspirieren, noch mehr auf unsere gemeinsame Stärke zu vertrauen und sie unmittelbar in unsere aktuelle Projektarbeit einfließen zu lassen. „Bildung“ und „Stärkung von Frauen und Mädchen“ – das eine ist ohne das andere nicht möglich, Mädchen- und Frauenbildung jene Basis, die bereits in der Österreichisch-Ungarischen Monarchie den Grundstein für das Erkämpfen des Frauenwahlrechts 1919 gelegt hat.

 

Gemeinsam für ein großes Ziel zu arbeiten prägt auch unser Clubjahr 2019: so werden wir uns wieder voller Motivation und Energie für unser Benefizkonzert im Juni und den Adventmarkt im Dezember einsetzen. Unser SI Club Graz wird 2019 aber auch feiern: Wir dürfen drei Clubschwestern zu ihrem 90. Geburtstag gratulieren! Und mit großer Freude sehen wir dem Besuch von vier Clubschwestern aus Kenia und einer größeren Gruppe von Clubschwestern aus Passau und Steyr entgegen, die wir bei uns in Graz begrüßen dürfen.

 

Und wir werden die Ideen des Soroptimismus nicht nur weiter tragen, sondern jeden Tag versuchen, sie zu leben!

 



 

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30.05.2018

Networking and Extension, das Bestreben meiner Präsidentschaft 2016-2018

 “I read somewhere that there is a difference between passion and commitment. When you´re interested in doing something, you do it only when it is convenient. When you are committed to something, you accept no excuses, only results. ”, said Nneka Chris-Asoluka in an inspiring  lecture on passion and commitment held  on the SIAF Conference Marrakech.

 

As committed Soroptimist, this is exactly my motivation for my acting as president of SI Club Graz, as well as private  person.

 

Networking  and Extension, das Bestreben meiner Präsidentschaft 2016-2018

Ich setze mich dafür ein, dass sich unser Club mit anderen SI Clubs vernetzt und zusammenarbeitet. Wichtig sind mir auch der Kontakt zu anderen Frauen-Serviceclubs in Graz und der Austausch mit unseren Freundschaftsclubs.  Ich strebe auch die Erweiterung unseres Clubs an. In meiner Präsidentschaft konnte ich sieben engagierte Sorores in unseren Club aufnehmen.

Höhepunkt unserer vielseitigen Club- Aktivitäten 2018 wird die jährliche Feier mit Festkonzert in unserem 60. Bestandsjahr  in der Franziskanerkirche in Graz am 22. Juni 2018 sein, wozu ich herzlich einlade. Am 23. Juni findet ein Jazz-Lunch für alle Sorores im Restaurant Oho! statt. Anmeldemodalitäten siehe Einladung auf der Homepage.


 

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